Im Sommer produziert die Brauerei mehr Bier als im Winter. Daraus entsteht im Sommer je nach Wetterbedingungen ein kleiner Überschuss und im Winter ein Mangel an Treber. In den Sommermonaten nutzt die Brauerei Feldschlösschen die zusätzliche Trebermenge für die Herstellung von Siloballen und Trockentreber. Im weiteren wird auf die Erhöhte Produktion mit einem Sommerrabatt (ca. CHF 1.--/100 kg Nasstreber) reagiert. Bei vorhandener Silokapazität kann der Landwirt von dieser Preisreduktion im Sommer profitieren und den Treber einsilieren.

Mälzerei
Ein sehr wichtiger Rohstoff für die Bierherstellung ist die Braugerste. Das rohe Gerstenkorn ist jedoch nicht zum Brauen geeignet. Um die Inhaltsstoffe aufzuschliessen, wird es zunächst vermälzt. Die Gerstenkörner müssen zum Keimen gebracht werden. In grossen Behältern wird die Gerste in Wasser eingeweicht. Anschliesend wird das Keimgut in gut belüfteten Kästen dem natürlichen Wachstum überlassen. Die gekeimte Gerste kommt jetzt auf die Darre, wo durch langsames Trocknen auf gelochten Blechen der Keimprozess gestoppt, das Aroma gebildet und so das fertige Braumalz gewonnen wird. Das fertige Braumalz enthält nur noch ca. vier Prozent Feuchtigkeit und ist jetzt lagerfähig. In der Malzputzerei wird es von den Malzkeimen befreit und dann in Silos gelagert, bevor es nach einer Endreinigung in die Brauerei versandt wird.
Das Malz wird in der Brauerei in den Malzsilos eingelagert.
Würze
Das aus dem Silo kommende Malz wird in der Schrotmühle zerkleinert. Malzfuttermehl wird ausgeschieden. Anschliessend wird das Braumalz in der Maischepfanne unter Zugabe von Wasser langsam auf verschiedenen Temperaturen erhitzt. Dabei wird die Stärke in Malzzucker umgewandelt. Im Läuterbottich wird die Maische von ungelösten Bestandteilen getrennt. Der Treber, als Rückstand aus dem Läuterbottich, ist nun das wertvolle Viehfutter Malztreber. Der Malztreber wird in die Silos geleitet und ist abholbereit.

