Nach 17 Jahren im Dienst von Feldschlösschen geht Brauereipferd «Apollo» am kommenden Samstag, 12. November 2011 in Pension. Er wird künftig seinen Lebensabend auf den Weiden der Stiftung für das Pferd in Le Roselet im Jura geniessen und kann weiterhin besucht werden.
Apollo war der Showman unter den Brauereipferden von Feldschlösschen. Sein Temperament, sein Arbeitsdrang und seine aufmerksame Art waren die Merkmale, mit denen der 900 Kilogramm schwere Apollo sein Leben lang als besonderes Brauereipferd hervorstach. Seine charmante, brave und zugängliche Art hat auch Brauereibesucher immer wieder in den Bann gezogen. In seiner Boxe, weit vorne im Schlossstall, hatte er seine eigene Fan-Gemeinde, die ihn regelmässig besucht hat.
Apollo war 17 Jahre wichtigstes Zugpferd am Feldschlösschen-Sechsspänner
Zuvorderst am Sechsspänner eingespannt war Apollo das Leitpferd, das die Richtung angab und besonders aufmerksam auf die Kommandos des Fuhrmanns hörte. Apollo war ein richtiger Star. Er genoss es, bei seinen Auftritten im Zentrum des Interesses zu stehen und liess sich von Besuchern gerne bestaunen und streicheln. Es gab kaum einen Sechsspänner-Einsatz, an dem er nicht mit dabei war. Ob Schwingfest, Jubiläumsumzüge, Olma oder Weihnachtsbiertour - der Wallach stand seit 1994 im Dienst von Feldschlösschen und wo immer er mit dem Sechsspänner auftrat, zeigte er sich von seiner besten Seite. Unter der Woche brachte der Routinier im Zweispänner frisches Bier zu den Kunden in der Rheinfelder Altstadt. Mit 21 Jahren tritt er nun in den Ruhestand. Die Trennung fällt der Fuhrmann-Crew schwer: «Apollo ist uns sehr ans Herz gewachsen. Er ist ein sicherer Wert und hat eine äusserst liebenswerte Pferdeseele», betont Fuhrmann Peter Nussbaumer.
Letzter Sechsspänner-Auftritt am kommenden Samstag
Am Samstag, 12. November 2011 zwischen 13 und 14 Uhr wird der Sechsspänner in Le Roselet im Jura zu Besuch sein und sich mit einem Sechsspänner-Auftritt von Apollo verabschieden. Ab dann ist Apollo ganz frei von Diensten und geniesst ein halfterloses Leben auf den Weiden in den Freibergen zusammen mit 170 anderen Pferden, Ponys und Esel, die in den Stiftungsheimen auf den Jurahöhen leben. Das Feldschlösschen-Pferd Olymp lebt seit 2006 ebenfalls in Pension im Jura auf der Weide der Stiftung für das Pferd auf dem Jeanbrenin. Die ehemaligen Stallgenossen werden zwar nicht auf denselben Weiden anzutreffen sein, können aber an beiden Orten das geniessen, was für Brauereipferde von grosser Wichtigkeit ist – das Publikum.
Aramis kehrt zurück
Im Feldschlösschen-Stall wird Apollo durch den dreieinhalbjährigen Sprössling Aramis ersetzt, der Ende November zurück nach Rheinfelden kehrt. Aramis ist das erste Brauereipferd, das im Feldschlösschen-Stall zur Welt gekommen ist. Wie für Fohlen üblich, verbrachte Aramis die ersten Lebensjahre auf einer Fohlenweide zusammen mit gleichaltrigen Pferden. Seine «Kindergartenzeit» ist inzwischen abgeschlossen und der junge Aramis wird nun bald an die Arbeit als Brauereipferd angewöhnt.
Lange Pferdetradition bei Feldschlösschen
Brauereipferde gehören seit jeher zu Feldschlösschen wie Hopfen und Malz zum Bier. Vom Gründungsjahr der Brauerei 1876 bis zum ersten Weltkrieg erfolgten die Biertransporte ausschliesslich durch Eisenbahn und Pferdegespanne. Zusammen mit den Depots umfassten die Stallungen von Feldschlösschen bis zu 60 Pferde. Im Schlossstall in Rheinfelden residieren heute noch acht belgische Kaltblutpferde. Seit 135 Jahren ist in der Brauerei Feldschlösschen kein Arbeitstag vergangen, an dem nicht die Gespanne ausgefahren sind. Die Gaststätten in der Rheinfelder Altstadt werden noch immer regelmässig mit der Bierkutsche beliefert.
Der imposante Sechsspänner ist der einzige Bierfuhrwagen der Schweiz, der von sechs stämmigen Brauereipferden gezogen wird. Das Gespann mit Fasswagen ist national bei Umzügen, Messen, Jubiläen und weiteren Festanlässen zu sehen. Die Feldschlösschen-Pferde werden durch die betriebseigenen Fuhrmänner umsorgt, gepflegt und bewegt. Eine wichtige Vertrauensbasis für die Auftritte im Sechsergespann. In ihrer Freizeit weiden die Feldschlösschen-Pferde auf den Wiesen des Brauereiareals in Rheinfelden.
Rückfragen:
Gaby Gerber, Unternehmenskommunikation Feldschlösschen Getränke AG
Tel. 058 123 45 47 / E-Mail: gaby.gerber@fgg.ch