07.02.2011 09:00 

Feldschlösschen feiert dieses Jahr das 135-jährige Bestehen. Am 8. Februar 1876 wurde in der Brauerei in Rheinfelden zum ersten Mal Bier gebraut. Dank der Weitsicht der Gründer entwickelte sich das Unternehmen bereits in den Anfangsjahren sehr erfolgreich, und Feldschlösschen ist bis heute das grösste Getränkeunternehmen der Schweiz – ein Grund zum Feiern.

Am Samstag, 3. September wird Feldschlösschen mit einem «Tag der offenen Tür» in Rheinfelden das 135-jährige Bestehen feiern. Die Bevölkerung wird die Möglichkeit haben, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und mehr über die lange Brautradition von Feldschlösschen erfahren.

Am eigentlichen Geburtstag, am 8. Februar, werden die Mitarbeitenden mit einem Umtrunk an allen Feldschlösschen-Standorten in der Schweiz auf das Unternehmen anstossen. In Rheinfelden findet der interne Anlass für Mitarbeitende in den historischen Museumsräumlichkeiten der Gründerfamilie Wüthrich statt.

Vintage-Sud als Hommage an die lange Brautradition
Zu Ehren der Feldschlösschen-Gründer wird am 8. Februar zudem ein aussergewöhnlicher Sud eingebraut, aus dem durch besonders lange Lagerung bis zum Herbst das zweite «Theophil Vintage Bier» reifen wird. Das Spezialbier verkörpert die lange Brautradition von Feldschlösschen und wird lediglich in einer kleinen limitierten Auflage erhältlich sein.

 

Ereignisreiche Feldschlösschen Geschichte
Am Anfang der Geschichte von Feldschlösschen stehen zwei Männer: Theophil Roniger (Jahrgang 1844), Brauer aus Magden/AG und Mathias Wüthrich (Jahrgang 1846), Sohn des Sennweid-Bauern aus Olsberg/AG. Sie waren grundverschieden vom Herkommen, im Temperament und in ihren Fähigkeiten. 1874 kauften sie mit Wüthrichs Geld die alte Fabrikliegenschaft beim neuen Bahnhof Rheinfelden. Bis Ende Januar 1876 wurde 365'000 Franken in den Umbau, die modernsten Braueinrichtungen und Rohmaterialien investiert. Eine für die damalige Zeit ungeheure Summe. Viele Aussenstehende sagten dem Unternehmen ein schnelles Ende voraus. Doch die visionäre Standortwahl an der neu eröffneten Bötzbergbahnlinie sollte möglich machen, was bisher undenkbar gewesen war: die schweizweite Bierbelieferung.

Der 8. Februar - der Tag des Feldschlösschen-Bieres
Am 8. Februar 1876 braute Theophil Roniger sein erstes Feldschlösschen-Bier. Der Tag ist in den Geschichtsbüchern als Gründungsdatum des Unternehmens und der Marke Feldschlösschen eingetragen. 3'600 Hektoliter Bier wurden im ersten Betriebsjahr hergestellt. 1890 waren es zehnmal mehr. Roniger und Wüthrich hatten ihr Absatzgebiet systematisch erweitert - das sollte erst der Anfang sein.

1890 wurde aus der Kollektivgesellschaft Wüthrich und Roniger Brauerei zum Feldschlösschen eine Aktiengesellschaft. 1898 überstieg der Jahresausstoss erstmals die Grenze von 100'000 Hektolitern. Das Feldschlösschen war zur grössten Brauerei der Schweiz geworden. Roniger und Wüthrich festigten das Unternehmen nach aussen und innen: sie pflegten einen intensiven Kontakt zu Kunden in der ganzen Schweiz und investierten laufend in Anlagen und neuste Technologien. 1913 starb Theophil Roniger, sein Sohn Adolf übernahm die Leitung der Brauerei. Adolf Roniger konnte tüchtige Leute für das Feldschlösschen begeistern, darunter auch Hans Wüthrich, Enkel des Mitbegründers Mathias Wüthrich. Braumeister Wüthrich machte sich als Ingenieur und Logistiker weit über das Unternehmen hinaus einen Namen und setzte bahnbrechende Ideen in der Getränkebelieferung um. So beispielsweise die ersten Europaletten für die Getränkebranche.

In den Sechzigerjahren war die Zeit für die dritte und vierte Generation gekommen. Neue Herausforderungen forderten neue Lösungen auch in der Unternehmensstruktur. Das Unternehmen wurde zur Feldschösschen-Gruppe und weitere Brauereien kamen dazu. Feldschlösschen baute seine Stellung auch mit nicht-alkoholischen Produkten aus. Mit neuen Sorten und dem ersten alkoholfreien Bier positionierte sich Feldschlösschen als Marktleader. Im Jahr 2000 wurde der umfangreiche Immobilienteil von Feldschlösschen ausgelagert und der Getränketeil durch die dänische Carlsberg-Gruppe übernommen, ein Unternehmen mit einer ebenfalls langen Brautradition, die noch drei Jahrzehnte älter ist als jene von Feldschlösschen.

Qualität und Innovation bleiben Erfolgsrezepte
Die Botschaft der Gründer sei zeitlos, betont Thomas Metzger, CEO von Feldschlösschen: «Weitsichtigkeit, Offenheit für Neues, leidenschaftliches Interesse für das, was man tut». Dieser Pioniergeist der Gründer lebe weiter und sei heute ebenso wesentlich, wie er in den vergangenen 135 Jahren war. Grund genug um am 8. Februar mit Stolz auf die Feldschlösschen-Geschichte anzustossen.