Wie können in der 15-minütigen Halbzeitpause eines Fussballspiels im Berner Stade de Suisse Wankdorf bis zu 32'000 Besucher mit kühlen Getränken versorgt werden? An 16 Offenausschankanlagen werden verschiedene Getränke aus insgesamt 192 Hahnen gezapft. Die Bierlogistik erfolgt mit einem in der Schweiz einmaligen System, und dank spezieller Technik lassen sich die Becher in Rekordgeschwindigkeit füllen, ohne dass zuviel Schaum entsteht.
Die Zahlen für die Getränkelogistik im Stadion sind beeindruckend: Allein für den Biernachschub setzt die Feldschlösschen Getränke AG 30 mobile so genannte Gastrotanks mit je 450 Liter Fassungsvermögen ein, was über 33'000 Bechern à 4 dl entspricht. Die Tanks werden zentral aus einem speziellen Lastwagen (ähnlich einem Milch- oder Oeltransport-Camion) befüllt und mit Staplern zu den 16 dezentralen Cateringboxen befördert. Jede Box verfügt über einen leistungsstarken Durchlaufkühler für je zwölf Zapfstellen, nämlich vier für Bier und acht für verschiedene alkoholfreie Getränke, die in Fässern angeliefert werden. «Damit die Fans auch bei grossem Andrang rasch zu ihrem Bier kommen, haben wir die Ausschankanlagen entsprechend konzipiert», erklärt René Zwygart, Projektleiter Gastroservice bei der Feldschlösschen Getränke AG. «Entscheidend ist, dass Durchlaufgeschwindigkeit und Ausschanktemperatur optimal aufeinander abgestimmt sind. So kann ein 4-dl-Becher in nur vier Sekunden gefüllt werden, ohne dass das Bier überschäumt.» Eine zusätzliche Herausforderung bietet die Tatsache, dass bei internationalen Spielen ausschliesslich alkoholfreies Bier ausgeschenkt wird, das aus logistischen Gründen nicht per Gastrotank angeliefert werden kann. Deshalb sind die Ausschankanlagen mit Kupplungen ausgestattet, an die neben den Gastrotanks mit «herkömmlichem» Carlsberg auch Fässer mit alkoholfreiem Bier angeschlossen werden können. «Das Konzept hat sich bei den bisherigen Anlässen im Stadion bestens bewährt», freut sich Ueli Reinhard, Gebietsverkaufsleiter Bern der Feldschlösschen Getränke AG. «Die Zuschauer konnten selbst beim ausverkauften Spiel Thun – Malmö ohne längere Wartezeiten bedient werden.»