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Premiere: Feldschlösschen fährt die ersten leichten Elektro-LKW in der Schweiz.

 
Rheinfelden, 15. Mai 2008

Feldschlösschen fährt die ersten leichten LKW
mit Elektroantrieb in der Schweiz.

Schweizer Premiere für CO2-freien Lastwagen: Die grösste Schweizer Getränkehändlerin und Brauerei auf dem Weg zur CO2-freien Logistik.

Starker Auftritt für die Premiere eines absoluten Novums in der Schweiz: Feldschlösschen stellte heute in Rheinfelden (AG) den ersten leichten Lastwagen mit Elektroantrieb der neusten Generation der Öffentlichkeit vor. Zwei aus Grossbritannien eingeführte leichte Elektro-LKW sollen ihre Leistungen im schweizweiten Verteilnetz von Feldschlösschen unter Beweis stellen. Die grösste Brauerei und Getränkehändlerin der Schweiz hat zum Ziel, möglichst viele ihrer 25'000 Kunden mit einer durchgehend ökologischen Logistikkette zu beliefern. Neben der Bahn setzt Feldschlösschen dabei auf CO2-freie Lastwagen mit Elektroantrieb durch Strom aus 100% Wasserkraft. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern will Feldschlösschen damit einen weiteren Tatbeweis erbringen, dass Energieeffizienz und Massnahmen zur CO2-Reduktion sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sind.

Feldschlösschen setzt nicht nur bei Bier und Getränken auf Innovationen – auch beim Energie- und Umweltmanagement geht die führende Brauerei und Getränkehändlerin der Schweiz neue Wege. Energieeffizienz und Umweltschutz sind seit Jahren ein integrierter Bestandteil der Unternehmenspolitik. So konnte der jährliche CO2-Ausstoss in den letzten fünf Jahren mit gezielten Massnahmen um rund 19% reduziert werden. Der jährliche Gesamtenergieverbrauch (Brenn- und Treibstoffe, Elektrizität) sank in der gleichen Periode um rund 14%. Bei der Wärmeproduktion konnten Einsparungen erzielt werden, die einem Verbrauch von rund 1,3 Mio. Liter Heizöl jährlich entsprechen.

Intelligente Kombination von Schienen- und Strassenverkehr
Von den 400'000 Tonnen Gütern, die Feldschlösschen ihren 25'000 Kunden jährlich liefert, werden heute bereits rund 60% mit der Bahn von den Produktionsbetrieben zu regionalen Stützpunkten gebracht, Tendenz steigend. Damit sie von dort in Zukunft noch umweltschonender an ihre Enddestinationen kommen, hat Feldschlösschen nach neuen Lösungen gesucht. In Zusammenarbeit mit den Partnern Volvo Trucks Schweiz AG, der AEW Energie AG, dem Bundesamt für Energie (BFE) und dem Verband e’mobile werden jetzt erstmals in der Schweiz zwei verschiedene leichte Elektro-LKW-Modelle der neusten Generation von Juni bis Oktober 2008 auf ihre Eignung untersucht.

Innovationen in der Praxis testen
Feldschlösschens Strategie im Energie- und Umweltbereich ist es u.a., wo immer möglich die besten Technologien einzusetzen und Innovationen zu fördern. Mit Reichweiten von 160 beziehungsweise
230 km, einer Höchstgeschwindigkeit von 80km/h, einem Gesamtgewicht von rund 5 t und einer Nutzlast von ca. 2.4 t, sind die beiden Elektrofahrzeuge auf den Betrieb in den städtischen Ballungsräumen ausgerichtet. Sie werden während der Projektphase von Feldschlösschen in den Stadtgebieten von Basel, Zürich, Bern und Lausanne für die Kundenbelieferung eingesetzt.

Strom aus 100% Wasserkraft – Fahrzeuge ohne Emissionen
Das heute in Rheinfelden präsentierte britische Fahrzeugmodell Modec ist ein von Grund auf als Elektrofahrzeug konzipierter LKW. Entsprechend futuristisch ist sein Äusseres. Ein zweites Fahrzeug, das Modell Edison, basiert auf einem umgebauten Diesel-Serienfahrzeug. Es wird Ende Mai bei Feldschlösschen eintreffen und ebenfalls ab Anfang Juni in der Praxis eingesetzt. Beide Fahrzeuge sind mit ihren vollständig recyclebaren Ion-Lithium-Batterien Repräsentanten der neusten Generation von Elektronutzfahrzeugen. Der Strom für die beiden Fahrzeuge stammt zu 100% aus zertifizierter Wasserkraft, geliefert von der AEW Energie AG. Die Elektrofahrzeuge verursachen keinen Motorenlärm und keine Abgase. „Nach umfassenden Massnahmen bei der Produktion wollen wir nun auch bei der Logistik den CO2-Ausstoss deutlich senken. Unseren Kunden wollen wir das gute Gefühl geben, bei einem ökologisch verantwortungsvollen Produzenten zu bestellen“, so Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz.

Ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll
Feldschlösschen investiert in das Projekt mit den beiden LKW sowohl finanzielle Mittel als auch personelle Ressourcen. Eine nachhaltige Investition, wie man hofft. Denn nach heutigem Stand ist eine Flotte mit Elektro-LKW teurer als die aktuell verwendeten Dieselfahrzeuge. Mittelfristig geht Feldschlösschen aber davon aus, dass Elektro-LKW nicht nur für die Umwelt sondern auch für die Wirtschaftlichkeit Vorteile gegenüber den bisherigen Diesel-LKW haben werden; dann nämlich, wenn die LSVA weiter steigt, der Preis für Dieseltreibstoff weiter erhöht wird und, wie in verschiedenen Städten Europas bereits Tatsache, möglicherweise auch Zufahrtsgebühren für Innenstädte erhoben werden. „Dieses Projekt ist ein echtes Pionierprojekt. Verläuft es erfolgreich, kann dies Signalwirkung für andere Wirtschaftsteilnehmer haben“, äusserte sich Michael Kaufmann, Vizedirektor des Bundesamts für Energie.

Vielfältige Potenziale
Ob und wie viele LKW mit Elektroantrieb Feldschlösschen nach Abschluss des Projekts im Oktober beschaffen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, u.a. von den geografischen Einsatzmöglichkeiten, der technischen Funktionalität und den Betriebskosten. Erfüllen die Fahrzeuge die hohen Anforderungen, wird Feldschlösschen damit beginnen, die bisherigen Dieselfahrzeuge ihrer Flotte kontinuierlich zu ersetzen. In einem ersten Schritt könnten so zehn bis 25 Fahrzeuge durch leichte Elektro-LKW substituiert werden. "Werden alle 25 leichten Transporter durch Elektro-LKW ersetzt, können jährlich rund 90'000 Liter Diesel eingespart werden. Daraus ergibt sich eine CO2-Reduktion von 240 Tonnen pro Jahr, was 8% des Ausstosses der Flotte Feinverteilung entspricht“, rechnete Thomas Stalder von der Feldschlösschen Logistik vor. Ein wichtiger Beitrag, denn auch für die Zukunft hat Feldschlösschen ehrgeizige Ziele: In den nächsten drei Jahren soll der jährliche CO2-Ausstoss bei den Brennstoffen um weitere 15%, bei den Treibstoffen um 6% reduziert werden.
Auch in der Carlsberg-Gruppe, zu der Feldschlösschen gehört, wird das Schweizer Projekt Elektro-LKW mit Interesse verfolgt. Verläuft es bei Feldschlösschen positiv, wird das Beispiel wohl auch in anderen Ländergesellschaften Schule machen.

Die Feldschlösschen Getränke AG
Feldschlösschen mit Hauptsitz in Rheinfelden AG ist die führende Schweizer Brauerei und grösste Getränkehändlerin der Schweiz. Feldschlösschen steht für 130 Jahre Braukultur und -kompetenz und beschäftigt rund 1500 Mitarbeitende in der ganzen Schweiz. Mit ihrem umfassenden Getränkesortiment und ihren effizienten Dienstleistungen ist sie eine zuverlässige Partnerin des Detailhandels und der Gastronomie. Feldschlösschen ist zertifiziert nach den Normen ISO 9001:2000 (Qualität) und ISO 14001 (Umwelt). Feldschlösschen profitiert als Teil der Carlsberg Breweries vom Netzwerk und der Dynamik des weltweit tätigen Unternehmens.
 
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