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Mineralquelle Rhäzüns: Marksteine der Geschichte

1797 Erste Erwähnung der Mineralquelle Rhäzüns. Das Mineralwasser wird wegen seiner Heilwirkung von Ärzten schon früh besonders bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht und Rheumatismus sowie Appetitlosigkeit empfohlen.
ca. 1848 Dr. med. Vieli, Rhäzüns, fasst die Quelle.
1892 Neufassung der Quelle nach Verschüttung durch Hochwasser (1868) und Gründung der «Rhätische Heilquellen AG».
1927 Kauf des Unternehmens durch Familie Maron-Capra, Hotel Oberalp, Bonaduz. Neben dem Mineralwasser wird neu auch «Rhätisana Citro» produziert.
1933 Die neu gegründete «Vereinigte Mineralquellen Rhäzüns und Rothenbrunnen AG» übernimmt das Familienunternehmen. Die Gesellschaft wird in den Kriegsjahren wegen schlechten Geschäftsgangs liquidiert.
1941 Die Passugger Heilquellen AG erwerben aus dem Konkurs die Nutzungsrechte und den bescheidenen Abfüllbetrieb unmittelbar bei der Quelle.
1965 Während der Bauarbeiten für den neuen Abfüllbetrieb am heutigen Standort in der Underau brennt am 10. Oktober das alte Abfüllgebäude vollständig nieder. Die Produktion kann erst ein Jahr später wieder aufgenommen werden. Die zwischenzeitliche Marktabsenz kann kaum mehr wettgemacht werden, weshalb 1970 eine Betriebseinstellung erwogen wird. Man entschliesst sich aber zur erfolgreichen «Flucht nach vorne».
1979 Quellenkonzessionsvertrag mit der Gemeinde Rothenbrunnen. Die «Rothenquelle» wird neu gefasst und mit dem Abfüllbetrieb verbunden.
1980 Installation einer neuen Abfüllanlage.
1982 Neubau der Lagerhalle, die 1988 erweitert wird.
1995 Coop erteilt den Abfüllauftrag für die Eigenmarke Swiss Alpina. Hierzu wird eine neue Abfüllanlage gebaut. Swiss Alpina wird mit Mineralwasser aus der «Rothenquelle» abgefüllt.
1996 Die Passugger Quellen erwerben die Quelle Rhäzüns von der Gemeinde Rhäzüns.
1998 Die Feldschlösschen-Gruppe erwirbt die Mehrheitsbeteiligung an den Passugger Quellen und damit auch an der Mineralquelle Rhäzüns und integriert die beiden Betriebe zwei Jahre später vollständig.
2003 Der Ausstoss übersteigt erstmals die Marke von 100 Mio. Litern.
2004 Mit Investitionen von über 14 Mio. Franken werden die Abfüllanlagen erneuert, und die Marke Rhäzünser erhält einen neuen Marktauftritt.
 

 
Die Mineralquelle Rhäzüns heute
In der Mineralquelle Rhäzüns werden die Marke Rhäzünser (nature sowie mit Fruchtaromen) sowie die Marke Swiss Alpina von Coop abgefüllt. Die beiden natürlichen Mineralwässer stammen aus verschiedenen Quellen in den Gemeinden Rhäzüns und Rothenbrunnen.

Das natürliche Mineralwasser Rhäzünser hat eine reiche und ausgewogene Mineralisation von 1799,6 mg/Liter, die aus den Gesteinsschichten der Bündner Berge stammt. Die Quelle entspringt am linken Ufer des Hinterrheins unweit des sogenannten Rhäzünsersteins am Fuss des Heizenbergs. Sie wird in einer Tiefe von 50 Metern gefasst.

Das Werk in Rhäzüns verfügt über drei Abfülllinien für Glasflaschen, PET-Flaschen und 20-Liter-Fässer für den Offenausschank. Durch die Zugehörigkeit zur führenden Schweizer Getränkeunternehmung ist die Mineralquelle Rhäzüns an ein gesamtschweizerisches Distributionsnetz angeschlossen.
 
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