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Medienmitteilung |
![]() Die Referenten, von links: Adrian Krähenbühl, Gaby Gerber, Samuel Lüthi. |
Rheinfelden, 2. Februar 2002Malztreber – wenn Nutztiere vom Bierbrauen profitierenTag der Landwirtschaft in der Brauerei FeldschlösschenBeim Bierbrauen fällt als Nebenprodukt der sogenannte Malztreber an, der als hochwertiges Futtermittel in der Landwirtschaft sehr geschätzt ist. Alljährlich lädt die Brauerei Feldschlösschen ihre Malztreberkunden zu einer Weiterbildungstagung nach Rheinfelden ein, an der diesmal über hundert Landwirte teilgenommen haben. Feldschlösschen zeigte mit der attraktiv gestalteten Tagung und fachlich hochstehenden Referaten einmal mehr, wie wichtig ihr eine gute Kundenbeziehung zu den Abnehmern der jährlich mehreren 10'000 Tonnen Treber ist. Roland A. Büttiker, Leiter Produktion der Brauerei Feldschlösschen, stellte in seiner Begrüssung unter anderem die führende Position der Feldschlösschen-Getränkegruppe im schweizerischen Getränkemarkt mit einem jährlichen Absatz von 440 Mio. Litern Bier, Mineralwasser und Süssgetränken sowie die erfolgreich angelaufene Zusammenarbeit mit dem Mutterhaus, den Carlsberg Breweries in Dänemark, vor. Es wird vermehrt Treber verfüttert Über den hochwertigen, proteinreichen Malztreber und die Vorteile bei dessen Verfütterung an die Tiere orientierte Gaby Gerber. Die Leiterin der Abteilung Landwirtschaft von Feldschlösschen wies auf die veränderten Markteinflüsse hin, die zu einer Übernachfrage nach Malztreber geführt hätten. Alternative Proteinquellen seien in der Rinderfütterung zu einem brisanten Thema geworden. Dass sich das Augenmerk der Landwirte und der Futtermittelindustrie wieder vermehrt auf natürliche Eiweissfuttermittel richteten, begründete Gaby Gerber mit zwei Faktoren. Einerseits das generelle Fütterungsverbot von Tiermehl bei allen Nutztier-Gattungen, das zur Folge hat, dass die tierischen Eiweissträger auch in der Schweine- und Geflügelfütterung substituiert werden müssten. Andererseits seien die wichtigsten Proteinfuttermittel Sojaschrot und Maiskleber stark mit der Thematik der Gentechnologie behaftet. Das negative Image gegenüber gentechnisch veränderten Futtermitteln habe dazu geführt, dass in der schweizerischen Landwirtschaft fast gänzlich auf GVO-Futtermittel verzichtet werde. „Die Lebensmitteltauglichkeit und zahlreichen dietätischen Vorteile von Malztreber haben eine neue Bedeutung gewonnen“, stellte Gaby Gerber fest. Für Landwirte biete Malztreber nebst idealen Kombinationsmöglichkeiten zu betriebseigenen Futtermitteln auch ein interessantes Preis-Leistungsverhältnis. Verschuldung der Landwirtschaft Adrian Krähenbühl, Geschäftsleiter der SEMAG, Lyssach, Produzentenorganisation für den Verkauf der Ernte von 800 Schweizer Saatgutproduzenten, sprach über seine ETH-Diplomarbeit „Beurteilung der Verschuldung der Schweizer Landwirtschaft“. Krähenbühl zeigte auf, wie wichtig es geworden ist, im neuen, durch starke Marktveränderungen gezeichneten Umfeld, alternative Analysemethoden einzusetzen. Der Verschuldungsgrad der Schweizer Landwirtschaft können nicht mehr nur anhand der Bilanz betrachtet werden, sondern verlange zwingend eine Beurteilung der Erfolgsrechnung, so Krähenbühl. Betrachte man die Gesamtverschuldung der Schweizer Landwirtschaft ertragsorientiert, zeige sich derzeit eine unproblematische Situation. Er wies aber darauf hin, dass man in der Landwirtschaft nicht annähernd jene Löhne bezahlen könne, die in anderen Brachen üblich sind. Zudem hätte ein Verzicht auf das Direktzahlungssystem dramatische Auswirkungen auf die Schweizer Landwirtschaft. Wie weiter für Milchproduzenten? Der Referateteil wurde durch Samuel Lüthi, Direktor der Schweizer Milchproduzenten, abgeschlossen. Lüthi, der zum Thema Milchmarkt Schweiz sprach, erklärte, in welchem Spannungsfeld zwischen einer multifunktionalen Landwirtschaft und der Agrarreform die Schweizer Landwirtschaft derzeit stehe. Es müsse einerseits der Erwartungshaltung der modernen Wohlstandsgesellschaft Rechnung getragen werden, anderseits erwarte man Rationalisierungsmassnahmen auf allen Stufen. Erschwerend komme dazu, dass die künftigen Rahmenbedingungen nur bedingt abschätzbar seinen, eine entsprechende Analyse für die in der Milchproduktion verbundenen, hohen Investitionskosten aber dringend nötig wären. Den Abschluss der Tagung bildete ein Rundgang durch „das beliebteste Schloss der Schweiz“, die Brauerei Feldschlösschen. Weitere Informationen zu Malztreber |
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